Friedensgeschichte(n) - sehen, hören, spüren
Im Jahr 1982 gründet die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Laurentius in Meeder mit Pfarrer Karl Eberhard Sperl ein „Friedensmuseum“ im Gemeindehaus „Alte Schule“. Die Menschen, die das „Friedensmuseum“ besuchten und besuchen, nehmen es nicht als rein museale Einrichtung wahr. Vielmehr ist es ein Ort der Begegnung, des Lernens, des Hörens. Hier werden Geschichte und Geschichte vom Frieden erzählt. Aufgrund seines Ursprungs und dem Leitbild, Frieden nicht eingrenzen zu können, versteht sich der Ort als außergewöhnliches Angebot für alle Menschen, die vom Frieden erfahren und Friedensgeschichte spüren wollen: als Lernwerkstatt Frieden. Seit der Gründung werden deshalb auch Ausstellungsstücke von Friedensfreunden in aller Welt gesammelt und bewahrt. Dafür hat die Einrichtung sogar die Anerkennung der Vereinten Nationen gefunden.
Eine im Jahr 2009 ins Leben gerufene „Initiative Friedensmuseum“ unter der Leitung des jetzigen Meederer Pfarrers Steffen Lübke hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dem Friedensmuseum mehr Raum und eine neue Konzeption zu geben. Um die Arbeit der Initiative auf eine rechtliche Basis zu platzieren, ist am 9. März 2010 der gemeinnützige Verein „Friedensmuseum Meeder e.V.“ gegründet worden. Dieser ist jetzt Träger der Lernwerkstatt Frieden.
Mit dem Neukonzept, der Modernisierung und Vergrößerung dieser Lernwerkstatt soll nicht nur eine wichtige kulturelle Einrichtung der Region erhalten, neu gestaltet, ausgebaut und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Vielmehr soll ein Beitrag zur kulturellen Attraktivität im Raum Coburg geleistet werden. Dazu gehört ein intensiver Austausch mit Friedensfreunden in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Ab August 2011 hat die Lernwerkstatt ihre Türen offen.
Ziele
Die Lernwerkstatt Frieden soll die Tradition des Friedensdankes dokumentieren, die in dem kleinen Ort im Coburger Land über Jahrhunderte bewahrt wurde und wird. Es soll aber noch viel mehr als das: als Möglichkeit und Ort der Begegnung von und für Jung und Alt angenommen werden, um die Friedenstradition weiter zu entwickeln.


